Akne ist der häufigste Grund für dermatologische Beratungen und oft das erste Wort, das genannt wird, wenn es um Hautunreinheiten geht. Doch Unreinheiten können viele verschiedene Formen annehmen. Auch wenn sie alle das gleichmäßige und gepflegte Erscheinungsbild der Haut beeinträchtigen, ist es hilfreich, sie zu unterscheiden, um die passende Pflege anzuwenden und das Hautbild wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Der Mitesser
Mitesser, auch offene Komedonen genannt, sind eine leichte, nicht entzündliche Form von Akne. Sie sind an ihrer dunklen Spitze gut zu erkennen, die durch die Oxidation des Talgs bei Kontakt mit der Luft entsteht. Ursache ist meist eine übermäßige Talgproduktion oder eine Ansammlung abgestorbener Hautzellen, die einen Talgpfropf im Porenausgang bilden. Mitesser sind schmerzlos und treten besonders häufig in der T-Zone auf, also auf der Nase, Stirn und am Kinn.
Oft werden sie mit Follikel-Filamenten verwechselt, die ähnlich aussehen. Doch während ein Mitesser ein verstopfter Porenausgang ist, handelt es sich bei Follikel-Filamenten um feine Kanäle, durch die der Talg zur Hautoberfläche gelangt. Bei Kontakt mit Luft kann auch hier eine dunkle Spitze entstehen. Der Unterschied liegt darin, dass Mitesser an der Hautoberfläche sitzen, während Talgfilamente in tieferen Hautschichten liegen.
Der Komedon
Er wird auch als geschlossener Komedon bezeichnet, Hier sammeln sich Talg und abgestorbene Zellen unter der Haut in einer geschlossenen Pore. Diese Unreinheit erscheint als hautfarbene, runde Erhebung von höchstens drei Millimetern Größe. Anders als ein Mitesser oxidiert sie nicht, da sie keinen Kontakt zur Luft hat, und bleibt daher hell.
Die weißlichen Punkte können aufplatzen und dabei ihren Inhalt nach außen abgeben. Wird die Stelle dabei gedrückt oder mit ungewaschenen Händen berührt, kann sich die Haut entzünden. In solchen Fällen entsteht daraus häufig eine Papule (eine feste, gerötete Erhebung) oder eine Pustel (ein Pickel mit Eiter).
Papeln
Ebenfalls „roter Pickel“ genannt, ist die Papel eine Erhebung mit einem Durchmesser von maximal fünf Millimetern. Sie kann rund, oval oder unregelmäßig geformt sein. Sie ist fest, enthält keine Flüssigkeit und ist meist rot, hellrosa oder bräunlich gefärbt.
Papeln entstehen, wenn der Talg nicht mehr auf natürliche Weise an die Hautoberfläche gelangen kann. Er sammelt sich im Haarfollikel und schafft so ein Umfeld, das die Entwicklung von Bakterien begünstigt.
Abgesehen von ihrem Aussehen handelt es sich bei Papeln um entzündliche Akneveränderungen. Sie können sich infizieren und Krusten oder sogar bleibende Spuren auf der Haut hinterlassen.
Die Pustel
Auch als „weißer Pickel“ bekannt, ist die Pustel eine mit Eiter gefüllte Erhebung, meist zwischen fünf und zehn Millimetern groß. Sie hat in der Mitte einen weißlich-gelben Punkt und ist von entzündeter, geröteter Haut umgeben. Pusteln sind in der Regel das Ergebnis einer entzündeten Papel. Wenn Bakterien in den Haarfollikel eindringen und die Wand der betroffenen Pore beschädigen, kann sich daraus eine Pustel entwickeln.
So verlockend es auch ist, eine Pustel auszudrücken, das ist nicht empfehlenswert. Es kann die Entzündung verstärken, die Heilung verzögern und das Risiko für Narben erhöhen.
Der unterirdische Pickel
Ein unterirdischer Pickel entsteht in tieferen Hautschichten und zählt zu den schwereren Formen von Unreinheiten. Er zeigt sich als schmerzhafte, unter der Haut liegende Verhärtung, die bis zu sechs Millimeter groß werden kann. Die Oberfläche der Haut bleibt meist glatt, während sich darunter eine feste oder weiche Erhebung bildet. Farbe und Form können unterschiedlich sein – manche erscheinen rötlich, andere hautfarben oder weißlich.
Ausgelöst wird er durch eine Überproduktion von Talg, eine übermäßige Verhornung der Haut und eine Entzündungsreaktion. Wenn sich der Talg in der Tiefe staut und entzündet, kann sich das Gewebe rund um die Pore verhärten.
Diese Form von Unreinheit kann langsam abheilen und dabei sichtbare Spuren hinterlassen. In seltenen Fällen sollte bei Unsicherheit eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Pigmentflecken
Pigmentflecken entstehen durch eine Überproduktion von Melanin, dem Farbstoff der Haut, der sie vor UV-Strahlung schützt. Wird die Haut regelmäßig und ungeschützt der Sonne ausgesetzt oder durch hormonelle Einflüsse beeinflusst, kann sich das Melanin ungleichmäßig einlagern. Dadurch entstehen dunkle, unregelmäßige Flecken auf der Haut. Besonders häufig betroffen sind Hautpartien, die viel Sonnenlicht ausgesetzt sind.
Die Ursachen von Unreinheiten können sowohl äußerlich als auch innerlich bedingt sein. Zu den äußeren zählen intensive Sonneneinstrahlung ohne Schutz, eine ungeeignete Pflegeroutine oder ein unausgeglichener Lebensstil. Innere Faktoren sind zum Beispiel hormonelle Schwankungen, genetische Veranlagung oder eine Haut, die zu Unreinheiten neigt. Eine gezielte Pflegeroutine hilft, das Hautbild wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei Unsicherheiten oder anhaltenden Beschwerden solltest du dich an eine Dermatologin oder einen Dermatologen wenden.